Pseudomonas aeruginosa ist aufgrund seiner Anpassungsfähigkeit und Biofilmbildung ein relevantes Problem in industriellen Wassersystemen. Die Veröffentlichung erläutert, weshalb konventionelle Reinigung allein oft nicht ausreicht und wie Frequenzimpulse die biologische Belastung im laufenden Betrieb beeinflussen können.
Quorum Sensing und Biofilmbildung
Bakterien kommunizieren über Signalmoleküle und stimmen darüber gemeinschaftliche Prozesse ab. Dieses Quorum Sensing spielt auch bei der Bildung stabiler Biofilme eine Rolle. NoBaCor NFX nutzt elektromagnetische Impulse, um diese Kommunikation und damit die Voraussetzungen für Anhaftung und Wachstum zu stören.
Messreihe mit dem Leibniz-Institut
Die im Artikel dokumentierte Messreihe vergleicht einen behandelten Kreislauf mit einer Kontrolle. Nach 180 Minuten weist die Tabelle für den behandelten Kreislauf eine Reduktion der Lebendzellzahl von 99,9978 Prozent aus. Die Kontrollmessung zeigt im selben Zeitraum keine vergleichbare Abnahme.

Relevanz für den Anlagenbetrieb
Weniger Biofilm kann Wärmeübertragung, Hygiene und Korrosionsverhalten zugleich verbessern. Der Beitrag ordnet die Technologie deshalb nicht als isolierte Wassermaßnahme ein, sondern als Bestandteil eines stabilen Anlagenbetriebs. Für Betreiber sind neben der mikrobiologischen Entwicklung auch pH-Wert, Leitfähigkeit, Temperatur, Redoxverhalten und sichtbare Austräge relevant.
Normen und verantwortlicher Einsatz
Die Veröffentlichung bezieht Anforderungen aus VDI/BTGA 6044 und der BTGA-Regel 3.003 ein. Auch bei chemiefreier Behandlung bleiben regelmäßige Kontrollen und eine fachgerechte Auslegung unverzichtbar. Frequenzimpulse ersetzen keine Anlagenanalyse – sie schaffen eine zusätzliche Möglichkeit, biologische Belastungen ohne permanente Bioziddosierung zu kontrollieren.
Veröffentlichungen: Der Beitrag erschien in WOMAG, Ausgabe 03/2025, und wurde in ausführlicher Form auch auf K‑Branche.de veröffentlicht.
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